Erstmals ein gemeinsames Datenhandbuch - Strukturdaten 2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

erstmals haben sich IHK Niederbayern, Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Regierung von Niederbayern sowie Regionalmarketing Niederbayern zusammengetan, um gemeinsam ein aktuelles und umfassendes statistisches Datenwerk für den Regierungsbezirk herauszugeben. Auf 52 Seiten sind komprimiert Zahlen und Fakten zum Standort Niederbayern – kombiniert mit anschaulichen Grafiken – aufgeführt. Das Buch führt kompakt die zentralen Kennzahlen zum Wirtschaftsstandort Niederbayern zusammen, zeigt Trends auf und verdeutlicht Entwicklungen in einzelnen Wirtschaftsbereichen oder Landkreisen.


Insgesamt betrachtet, hat sich der Wirtschaftsstandort Niederbayern langfristig positiv entwickelt. Bei vielen Indikatoren schneidet die Region im bayerischen und deutschen Vergleich überdurchschnittlich gut ab. So kann der Regierungsbezirk für die Jahre 1997 bis 2007 ein beachtliches Wirtschaftswachstum von 38,3 Prozent vorweisen. Dieser Wert liegt deutlich über dem bayerischen Durchschnitt von 35,7 Prozent. Begünstigt durch das langfristige Wirtschaftswachstum konnten in Niederbayern seit 1999 knapp sechs Prozent mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Dabei bildet die Industrie, von deren Stärke viele andere Wirtschaftsbereiche profitieren, eine wichtige Basis für das Wachstum, da sie den Kern vieler Wertschöpfungsprozesse darstellt.
 
Der Wirtschaftsraum Niederbayern entwickelt sich in Summe betrachtet auf hohem Niveau dynamisch. Einst geprägt vom Image des „Zonenrandgebiets“ ist die Region heute ein moderner und attraktiver Standort für Industrie, Handel, Dienstleistungen und Handwerk mit einem breiten Branchenmix. Allerdings ist die Entwicklung innerhalb Niederbayerns sehr unterschiedlich verlaufen. Während der westliche Teil im Großen und Ganzen sehr gute Ergebnisse vorzeigen kann, weisen einige Landkreise im östlichen Niederbayern Defizite bei einigen Indikatoren auf.
 
„Die niederbayerischen Unternehmen haben es verstanden, die Herausforderungen der Globalisierung zu meistern und durch ihre Innovationskraft vom Wachstum auf den Weltmärkten profitiert. Und so hat sich der Regierungsbezirk insgesamt gut entwickelt“ stellt IHK-Präsident Dr. Josef Dachs fest. „Dennoch hat die zunehmende Internationalisierung auch ihre Schattenseiten. Zunehmender Wettbewerbsdruck und immer kurzlebigere Produktzyklen haben zu teils schmerzhaften Anpassungsprozessen in einigen Branchen geführt“, fügt Dachs hinzu.
 
„Das niederbayerische Handwerk hat sich trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in den vergangenen Jahren gut behauptet. Die soliden kleinen- und mittelständischen Handwerksbetriebe prägen in großer Vielfalt die Wirtschaft des ländlichen Raums und sichern maßgeblich die Versorgungsstrukturen und das gesellschaftliche Leben in Dörfern und Städten“, konstatiert Handwerkskammer-Präsident Franz Prebeck. „Darüber hinaus trägt das Handwerk als Technologiemittler, Impulsgeber für Forschung und Entwicklung sowie als Partner in den verschiedensten Wertschöpfungsketten und Garant für Lebensqualität und Dienstleistungen zur Entwicklung des ländlichen Raums in hohem Maße bei.“
 
Regierungspräsident Heinz Grunwald weist auf künftige Herausforderungen hin: „Auch für Investitionsentscheidungen der öffentlichen Hand stellen aktuelle Zahlen eine unerlässliche Grundlage dar. Angesichts des demografischen Wandels, der sich in den Zahlen immer deutlicher abzeichnet, müssen wir frühzeitig handeln, um den Menschen gerade im ländlichen Raum überall gleichwertige Lebensbedingungen zu bieten.“
 
Die Präsidenten der Kammern, Dachs und Prebeck, sind sich darin einig, dass es weiterhin kontinuierlicher Verbesserungen der Standortbedingungen bedarf, damit Niederbayern im globalen Standortwettbewerb weiterhin bestehen kann. Vor allem in den strukturschwachen Regionen ist die Politik gefordert, Standortnachteile konsequent abzubauen.

strukturdaten09

Die "Strukturdaten 2009" sind mehr als einen Blick wert, fassen sie doch alles statistisch Wissenswerte über Niederbayern auf 52 Seiten zusammen. So sehen dies auch (von links) HWK-Präsident Franz Prebeck, IHK-Präsident Dr. Josef Dachs und Regierungspräsident Heinz Grunwald bei der offiziellen Vorstellung der "Strukturdaten 2009" im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz.


Das Datenhandbuch „Standort Niederbayern – Strukturdaten 2009“ ist zum Download im Internet unter www.ihk-niederbayern.de, www.hwkno.de, www.regierung.niederbayern.bayern.de abrufbar.

Gedruckte Exemplare können bestellt werden bei
Claudia Schreiner, schreiner.claudia@passau.ihk.de, Tel. 0851/507-204,
Nicole Höcherl, nicole.hoecherl@hwkno.de, Tel. 0941/7965-212 oder bei
Peter Schmid, peter.schmid@reg-nb.bayern.de, Tel. 0871/808-1350.


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