Pressemitteilung aus dem Wissenschaftszentrum Straubing - Vermarktung von innovativen Produkten
Sehr geehrte Damen und Herren,
beiliegende Presseinformation aus dem Wissenschaftszentrum Straubing zum Thema, Marketing-Aktivitäten für die Vermarktung von innovativen Produkten auf Basis von Gräsern, übersenden wir Ihnen mit der Bitte um entsprechende Veröffentlichung.
Masterstudenten des Wissenschaftszentrums Straubing erarbeiten Vorschläge zu Marketing-Aktivitäten für die Vermarktung von innovativen Produkten auf Basis von Gräsern.
Neben der chemischen oder technologischen Entwicklung neuer Produkte auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen sind insbesondere Kenntnisse über den Markt und den Einsatz geeigneter Marketing-Instrumentarien von Bedeutung. Dieser Aufgabe widmet sich Professor Dr. Klaus Menrad, Leiter Fachgebiet für Marketing und Management Nachwachsender Rohstoffe, am Wissenschaftszentrum Straubing. Zusammen mit seinen Mitarbeitern Stefan Kurka und Thomas Decker wurden im Rahmen des Masterstudiengangs Nachwachsende Rohstoffe zwei Studentenprojekte der Biowert GmbH bearbeitet, welche Einblicke in die Marketing-Aktivitäten ermöglichen.
Bei einer Besichtigung des Hauptsitzes der Biowert GmbH im Odenwald erklärte Dr. Gass, Geschäftsführer der Biowert GmbH, dass ein Ziel des Unternehmens die Herstellung von nachhaltigen Produkten sei. Die Biowert GmbH produziert Kunststoffe und Dämmstoffe auf Basis von Gräsern. Hierzu errichtete das Unternehmen die weltweit erste industrielle Grasveredelungsanlage. Problematisch sieht Dr. Gass die Vermarktung des Begriffes Nachhaltigkeit und die geringen Marktanteile von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen.
Zwei Studentengruppen des Masterstudiengangs Nachwachsende Rohstoffe befassten sich mit der Lösung der vorgetragenen Probleme. Das erste Team beschäftigte sich mit der Nachhaltigkeit als Verkaufsargument. Als Untersuchungsobjekt wählte das Team hierfür Unterputzdosen, hergestellt aus Wiesengräsern. Die zweite Studentengruppe setzte sich mit dem Thema „Biodämmstoffe aus Verbrauchersicht“ auseinander. Zur Beantwortung der Fragestellungen wurden Fragebogen entworfen, deren Daten mit gängigen Marktforschungsmethoden ausgewertet wurden.
Zum Ende dieses Semesters wurde Dr. Gass an das Wissenschaftszentrum Straubing eingeladen. Dort wurden die Ergebnisse und Erkenntnisse von den Studenten präsentiert und diskutiert. Im Zuge der Veranstaltung wurde zunächst auf die Bedeutung von Biokunststoffen durch die „Nachhaltigkeits-Gruppe“ hingewiesen. „Während der Verbrauch von petrochemischen Kunststoffen einer jährlichen Steigerung von 5 % unterliegt, beträgt die Wachstumsrate von Biokunststoffen im Jahre 2007 circa 40 %“, so Student Willie Stiehler. Für die Kunden der Elektrohandwerksbetriebe ist neben der Fachberatung und dem Service in erster Linie der Preis ausschlaggebend. Die Nachhaltigkeit von Produkten aus dem Elektrobereich ist für die Handwerker allerdings noch von geringer Relevanz. Um dem Unternehmer Ansatzpunkte für zukünftige Aktivitäten am Markt zu geben, wiesen die Studenten auf einige Chancen für die Biowert GmbH hin: Unter anderem sollen für die Bio-Unterputzdosen, Handwerker oder Architekten gefunden werden, die bei ihren Kunden punkten können, wenn sie Produkte auf Basis nachwachsender Rohstoffe beim Hausbau verwenden.
Der Dämmstoffmarkt in Deutschland ist, so die Studenten der zweiten Gruppe, innerhalb der letzten Jahre geschrumpft. Dies sei unter anderem auf die Abschaffung der Eigenheimzulage zurückzuführen. In Zukunft sehen die Studenten jedoch einen Anstieg des Dämmstoffbedarfs, da die strengeren Richtlinien zur Energieeinsparverordnung seit dem Jahr 2006 in Kraft getreten sind. Der Anteil an Biodämmstoffen beträgt derzeit circa 5 %, von denen wiederum 80 % aus Zellulose und Holz bestehen. Um das Kaufverhalten bei Dämmstoffen zu untersuchen, wurde eine schriftliche Konsumentenbefragung durchgeführt. Dazu wurden 1.300 Fragebogen im Umkreis von Straubing und 700 Fragebogen im Ökobaumarkt verteilt. Der Fragebogenrücklauf war mit 16 % sehr erfreulich.
Bei der Auswahl des Dämmstoffes sind demnach in erster Linie die „Dämmleistung“, die „Umweltverträglichkeit“ und der „Schadstoffgehalt“ die wichtigsten Kaufkriterien der Konsumenten. Der Faktor „Preis“ wurde erst an fünfter Stelle aufgeführt. Aus den Ergebnissen der Befragung ließ sich aber auch erkennen, dass potenzielle Käufer von Biodämmstoffen diese als kurzlebig, teuer und mit niedriger Dämmleistung assoziieren. Dem steht die Meinung von Dr. Gass gegenüber: „Dämmstoffe aus Wiesengras stünden in puncto „Langlebigkeit“ und „Dämmleistung“ den konventionellen Dämmstoffen in Nichts hinterher.“ Offensichtlich bestehen also deutliche Informationsdefizite bei den Verbrauchern über Biodämmstoffe. Als Handlungsempfehlung schlugen die Studenten Dr. Gass vor, insbesondere offensiv mit Dauerhaftigkeit und Dämmleistung der Biodämmstoffe zu werben.
Nach intensiver Diskussion bedankte sich Dr. Gass abschließend für die wertvollen Ergebnisse des Studienprojekts. „Daraus ergeben sich neue und interessante Aspekte hinsichtlich Vermarktung und Vertrieb der Produkte von Biowert, die es nun umzusetzen gilt“, so der Geschäftsführer der Biowert GmbH. Für die Studenten war das Projekt eine praktische Möglichkeit, die theoretischen Marketingkenntnisse an einem konkreten Produkt und Unternehmen anzuwenden.

Arbeitsgruppe des Semesterprojekts: (von links) Prof. Dr. Klaus Menrad (HS Weihenstephan-Triesdorf); Studenten: Gabriele Höcherl, Willie Stiehler, Christine Wielke, Michael Hirtreiter, Bernhard Meyer; Thomas Decker, Stefan Kurka (HS Weihenstephan-Triesdorf); Dr. Michael Gass (Geschäftsführer Biowert GmbH)

Projektvorstellung: Willie Stiehler stellt die Ergebnisse des „Nachhaltigkeits-Projektes“ vor
Mit freundlichen Grüßen
Arnold Multerer
Geschäftsführung
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Wissenschaftszentrum Straubing
Schulgasse 16
94315 Straubing
Telefon +49 (0) 9421 187-104
Telefax +49 (0) 9421 187-130
E-Mail a.multerer@wz-straubing.de
Internet www.wz-straubing.de
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Direktor Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich
Petersgasse 18
94315 Straubing
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Presseinformation aus dem Wissenschaftszentrum Straubing zum Thema,
Marketing-Aktivitäten für die Vermarktung von innovativen Produkten auf Basis von Gräsern (PDF 140 KB)
beiliegende Presseinformation aus dem Wissenschaftszentrum Straubing zum Thema, Marketing-Aktivitäten für die Vermarktung von innovativen Produkten auf Basis von Gräsern, übersenden wir Ihnen mit der Bitte um entsprechende Veröffentlichung.
Masterstudenten des Wissenschaftszentrums Straubing erarbeiten Vorschläge zu Marketing-Aktivitäten für die Vermarktung von innovativen Produkten auf Basis von Gräsern.
Neben der chemischen oder technologischen Entwicklung neuer Produkte auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen sind insbesondere Kenntnisse über den Markt und den Einsatz geeigneter Marketing-Instrumentarien von Bedeutung. Dieser Aufgabe widmet sich Professor Dr. Klaus Menrad, Leiter Fachgebiet für Marketing und Management Nachwachsender Rohstoffe, am Wissenschaftszentrum Straubing. Zusammen mit seinen Mitarbeitern Stefan Kurka und Thomas Decker wurden im Rahmen des Masterstudiengangs Nachwachsende Rohstoffe zwei Studentenprojekte der Biowert GmbH bearbeitet, welche Einblicke in die Marketing-Aktivitäten ermöglichen.
Bei einer Besichtigung des Hauptsitzes der Biowert GmbH im Odenwald erklärte Dr. Gass, Geschäftsführer der Biowert GmbH, dass ein Ziel des Unternehmens die Herstellung von nachhaltigen Produkten sei. Die Biowert GmbH produziert Kunststoffe und Dämmstoffe auf Basis von Gräsern. Hierzu errichtete das Unternehmen die weltweit erste industrielle Grasveredelungsanlage. Problematisch sieht Dr. Gass die Vermarktung des Begriffes Nachhaltigkeit und die geringen Marktanteile von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen.
Zwei Studentengruppen des Masterstudiengangs Nachwachsende Rohstoffe befassten sich mit der Lösung der vorgetragenen Probleme. Das erste Team beschäftigte sich mit der Nachhaltigkeit als Verkaufsargument. Als Untersuchungsobjekt wählte das Team hierfür Unterputzdosen, hergestellt aus Wiesengräsern. Die zweite Studentengruppe setzte sich mit dem Thema „Biodämmstoffe aus Verbrauchersicht“ auseinander. Zur Beantwortung der Fragestellungen wurden Fragebogen entworfen, deren Daten mit gängigen Marktforschungsmethoden ausgewertet wurden.
Zum Ende dieses Semesters wurde Dr. Gass an das Wissenschaftszentrum Straubing eingeladen. Dort wurden die Ergebnisse und Erkenntnisse von den Studenten präsentiert und diskutiert. Im Zuge der Veranstaltung wurde zunächst auf die Bedeutung von Biokunststoffen durch die „Nachhaltigkeits-Gruppe“ hingewiesen. „Während der Verbrauch von petrochemischen Kunststoffen einer jährlichen Steigerung von 5 % unterliegt, beträgt die Wachstumsrate von Biokunststoffen im Jahre 2007 circa 40 %“, so Student Willie Stiehler. Für die Kunden der Elektrohandwerksbetriebe ist neben der Fachberatung und dem Service in erster Linie der Preis ausschlaggebend. Die Nachhaltigkeit von Produkten aus dem Elektrobereich ist für die Handwerker allerdings noch von geringer Relevanz. Um dem Unternehmer Ansatzpunkte für zukünftige Aktivitäten am Markt zu geben, wiesen die Studenten auf einige Chancen für die Biowert GmbH hin: Unter anderem sollen für die Bio-Unterputzdosen, Handwerker oder Architekten gefunden werden, die bei ihren Kunden punkten können, wenn sie Produkte auf Basis nachwachsender Rohstoffe beim Hausbau verwenden.
Der Dämmstoffmarkt in Deutschland ist, so die Studenten der zweiten Gruppe, innerhalb der letzten Jahre geschrumpft. Dies sei unter anderem auf die Abschaffung der Eigenheimzulage zurückzuführen. In Zukunft sehen die Studenten jedoch einen Anstieg des Dämmstoffbedarfs, da die strengeren Richtlinien zur Energieeinsparverordnung seit dem Jahr 2006 in Kraft getreten sind. Der Anteil an Biodämmstoffen beträgt derzeit circa 5 %, von denen wiederum 80 % aus Zellulose und Holz bestehen. Um das Kaufverhalten bei Dämmstoffen zu untersuchen, wurde eine schriftliche Konsumentenbefragung durchgeführt. Dazu wurden 1.300 Fragebogen im Umkreis von Straubing und 700 Fragebogen im Ökobaumarkt verteilt. Der Fragebogenrücklauf war mit 16 % sehr erfreulich.
Bei der Auswahl des Dämmstoffes sind demnach in erster Linie die „Dämmleistung“, die „Umweltverträglichkeit“ und der „Schadstoffgehalt“ die wichtigsten Kaufkriterien der Konsumenten. Der Faktor „Preis“ wurde erst an fünfter Stelle aufgeführt. Aus den Ergebnissen der Befragung ließ sich aber auch erkennen, dass potenzielle Käufer von Biodämmstoffen diese als kurzlebig, teuer und mit niedriger Dämmleistung assoziieren. Dem steht die Meinung von Dr. Gass gegenüber: „Dämmstoffe aus Wiesengras stünden in puncto „Langlebigkeit“ und „Dämmleistung“ den konventionellen Dämmstoffen in Nichts hinterher.“ Offensichtlich bestehen also deutliche Informationsdefizite bei den Verbrauchern über Biodämmstoffe. Als Handlungsempfehlung schlugen die Studenten Dr. Gass vor, insbesondere offensiv mit Dauerhaftigkeit und Dämmleistung der Biodämmstoffe zu werben.
Nach intensiver Diskussion bedankte sich Dr. Gass abschließend für die wertvollen Ergebnisse des Studienprojekts. „Daraus ergeben sich neue und interessante Aspekte hinsichtlich Vermarktung und Vertrieb der Produkte von Biowert, die es nun umzusetzen gilt“, so der Geschäftsführer der Biowert GmbH. Für die Studenten war das Projekt eine praktische Möglichkeit, die theoretischen Marketingkenntnisse an einem konkreten Produkt und Unternehmen anzuwenden.

Arbeitsgruppe des Semesterprojekts: (von links) Prof. Dr. Klaus Menrad (HS Weihenstephan-Triesdorf); Studenten: Gabriele Höcherl, Willie Stiehler, Christine Wielke, Michael Hirtreiter, Bernhard Meyer; Thomas Decker, Stefan Kurka (HS Weihenstephan-Triesdorf); Dr. Michael Gass (Geschäftsführer Biowert GmbH)

Projektvorstellung: Willie Stiehler stellt die Ergebnisse des „Nachhaltigkeits-Projektes“ vor
Mit freundlichen Grüßen
Arnold Multerer
Geschäftsführung
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Wissenschaftszentrum Straubing
Schulgasse 16
94315 Straubing
Telefon +49 (0) 9421 187-104
Telefax +49 (0) 9421 187-130
E-Mail a.multerer@wz-straubing.de
Internet www.wz-straubing.de
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Direktor Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich
Petersgasse 18
94315 Straubing
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Presseinformation aus dem Wissenschaftszentrum Straubing zum Thema,
Marketing-Aktivitäten für die Vermarktung von innovativen Produkten auf Basis von Gräsern (PDF 140 KB)






