15.09.2008
Faszinierende Welt des Zerbrechlichen
In Deutschlands hochwertigster Glasgalerie mitten im Bayerischen Wald stellen seit 30 Jahren die renommiertesten Künstler der Welt aus
Drachselried (obx) – Vier Jahrzehnte ist es her, dass der Niederbayer Hans Herrmann seine Begeisterung für den Rohstoff Glas entdeckte – und seitdem hat ihn diese Leidenschaft nicht mehr losgelassen. In Drachselried im Bayerischen Wald profitieren davon heute vor allem die Gäste: Mehr als 3.000 zerbrechliche Kunstwerke von mehr als einhundert der bedeutendsten Glasvirtuosen der Welt hat Herrmann in Deutschlands hochwertigstem Glasmuseum, der Galerie Herrmann, zusammengetragen. Mit seiner Ausstellung der Premiumklasse will Herrmann vor allem eines demonstrieren: der Bayerische Wald ist bis heute die Glashochburg der Bundesrepublik. Sein Heimatort Drachselried schmückt sich sogar mit dem Titel „Weltkunstort des Glases“ – allem voran ein Verdienst des Glassammlers Herrmann.
Faszinierende Kunstwerke aus Glas auf 300 Quadratmetern – von mehr als 150 Künstlern aus etwa 30 Ländern: Ein Besuch in der Galerie Herrmann gleicht einer Zeit- und Phantasiereise durch die Welt des Glases fernab von den ausgetretenen Glaskitsch-Pfaden der großen Kaufhäuser. „Wir setzen auf die Magie des Außergewöhnlichen“, sagt Hans Herrmann, der vor 40 Jahren seinen Apothekerberuf an den Nagel hängte, um sich ganz seinem Hobby Glas zu widmen. Viele der ausstellenden Künstler kann man ohne Übertreibung als Pioniere, Klassiker und Legenden der Glaskunst bezeichnen Große internationale Kunst- und Lifestyle-Magazine widmen der Galerie regelmäßig große Schlagzeilen.
Kunstvolle Spiralen im Spiel des Lichts, einmalige Tierskulpturen in außergewöhnlich filigraner Optik, gläserne Statuen voller Farbkraft und vieles mehr: In der Glasgalerie Herrmann finden nur besondere Stücke Platz. „Wir wollen uns abheben von der Masse der Glaskaufhäuser“, sagt Galeriegründer Herrmann. „Erst wenn wirkliche Künstler sich dieses Materials annehmen und sich so sublimer Ausdrucksmittel wie der Farbe, Transparenz und Eigengesetzlichkeit des Glases bedienen, kann jenes Tor aufgestoßen werden, das auch das Gestalten mit Glas in die Sphäre der ernst zu nehmenden Ausdrucksmöglichkeiten menschlichen Empfindens einlässt“, begründet Herrmann seinen hohen Anspruch. Seine Besucher danken es ihm: Im Bayerischen Wald und bei den Besuchern der Touristenroute „Deutsche Glasstraße“ ist die Galerie längst mehr als ein Geheimtipp.
Wie viel die seltenen Stücke – die meisten Unikate – genau wert sind, darüber schweigt der Drachselrieder Sammler. Angeblich sind die Kunstwerke aber so teuer, dass Hans Herrmann sein Haus niemals alleine lässt, damit sich niemand unbefugt Zutritt verschaffen kann. Es ist aber nicht nur der materielle Wert, der für Hans Herrmann und seine Besucher zählt. Es ist die Schönheit und die Einmaligkeit eines jeden Exponats, die eine Tour durch die Ausstellungsräume zum Erlebnis werden lässt.
Hans Herrmann und seine Frau Gertrud lassen die zerbrechlichen Kreationen regionaler, nationaler und internationaler Glaskünstler seit dreißig Jahren nicht mehr los. Herrmann drehte sogar Filme über die faszinierenden Glasskulpturen. Fünfmal entstand der Europäische Kunstkalender im Hause Herrmann. „Die Elite des Bayerischen Waldes und Deutschlands ist ganzjährig mit neuen Arbeiten vertreten“, sagt der Galeriegründer.
Einen Ruhetag kennen die Herrmanns nicht. Geöffnet ist 365 Tage im Jahr – jeweils von 9 bis 12 Uhr. Wenn aber jemand mal außerhalb der eigentlichen Öffnungszeiten kommt – die leidenschaftlichen Glassammler aus Drachselried sperren gern die Türen auf zu Deutschlands hochwertigster Glasgalerie mit eigener Verkaufsausstellung.
Mehr Informationen im Internet www.glasgalerie-herrmann.de oder telefonisch unter 09945/395.






