29.07.2008
Pressenotiz Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz
anlässlich der Verleihung von 27 Ehrenblättern am 29. Juli 2008 in der Handwerks-kammer in Deggendorf
Kunden prägten Entwicklung der Betriebe mit
Ehrenblätter an Handwerksbetriebe verliehen
„Hinter diesen Betriebsjubiläen verbirgt sich verantwortungsvolles Unternehmer-tum“, sagte der Präsident der Handwerkskammer Niederbayern•Oberpfalz Franz Prebeck anlässlich der Verleihung von 27 Ehrenblättern an Handwerksbetriebe aus Niederbayern und der Oberpfalz. Gemeinsam mit den Kammerpräsidenten Franz Prebeck und Hans Stark nahm Staatsministerin Emilia Müller anlässlich des Abends des Handwerks in der Handwerkskammer in Deggendorf die Verleihung vor.
Insgesamt seien es 2.564 Jahre des Bestehens, auf die die geehrten Betriebs-inhaber zurückblicken könnten, in denen ihr Handwerk in der Familie ausgeübt werde, so Prebeck. Die Betriebsinhaber nahmen die Auszeichnung mit dem Ehrenblatt für 50 bis zu 360 Jahre des Bestehens ihrer Betriebe entgegen.
Der Kammerpräsident hob hervor, dass das langjährige Bestehen eines Betriebes in unserer sich überschlagenden, hastigen Zeit, mit ihren kurzen Sprüngen, schnellen Erfolgen und Defiziten an Beharrlichkeit und Geduld einen besonders hohen Stellenwert einnehme. „Ausdruck Ihrer echten unternehmerischen Verantwortung ist die Tatsache, dass Sie wirtschaftlichen Erfolg nie losgelöst von der Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betrachtet haben“, meinte Prebeck. Er würdigte das Engagement der Mitarbeiter in den Jubiläumsbetrieben, die diese Jubiläen überhaupt erst möglich gemacht hätten und bat die Betriebsinhaber, Grüße und Dank seitens der Handwerkskammer an die Belegschaften weiterzugeben.
Ganz entscheidend hätten die Kunden die Entwicklung dieser Betriebe mit ihren individuellen Wünschen mitgeprägt. „Und die Inhaber haben sich regelmäßig auf ihre Kunden eingestellt, um sie an sich zu binden und über einen guten Ruf neue hinzu zu gewinnen“, so Prebeck.
Staatsministerin Emilia Müller sagte: „Sie haben in Ihren Firmen mindestens einen Generationenwechsel bewältigt. Sie haben Höhen und Tiefen erlebt. Sie dürfen stolz auf Ihre Familien und Betriebe sein.“ Die Staatsministerin betonte, dass Bayern das Handwerkerland Nummer eins sei. Allein im gewerblich-technischen Bereich bildeten die Handwerksbetriebe in Niederbayern und der Oberpfalz zwei Drittel aller Lehrlinge aus. Das Handwerk sei absolut wettbewerbsfähig. Es habe maßgebenden Anteil an den Innovationen in unserem Land. Die Staatsministerin gab einen umfassenden Überblick über die gesamte Förderpalette des bayerischen Wirtschaftsministeriums für das Handwerk.
Kammerpräsident Hans Stark sprach von beeindruckenden Wachstumszahlen für Niederbayern und die Oberpfalz in den vergangenen fünf Jahren. So sei in diesem Zeitraum in der Oberpfalz eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 9,6 Prozent und in Niederbayern um 14,6 Prozent zu verzeichnen. Dennoch gebe es Handlungsbedarf, denn die Regionen hätten nicht alle die gleichen Entwicklungs-chancen. In vielen Gegenden des ländlichen Raumes und besonders im Bayerischen und im Oberpfälzer Wald drohe eine Abwanderung der Bevölkerung mit der Folge, „dass wir dort schleichend Wirtschaftskraft verlieren und wir die Potenziale, die in den Menschen dort liegen, nicht nutzen können“, sagte Stark.
Infoblatt Handwerk und Handwerkskammer. pdf-Datei






