30.06.2008
Bayerischer Wald: Auf dem Weg zu Deutschlands Familienregion Nummer1

Regensburg (obx) – Familien liegen im Trend – und eine deutsche Urlaubsregion will davon besonders profitieren: Pensionen, Museen und Touristik-Anbieter in Niederbayern haben für die gerade beginnende Sommersaison 2008 nochmals zahlreiche zusätzliche Angebote geschaffen, um Eltern Lust zu machen, die Ferien mit ihren Sprösslingen zwischen Regensburg und Passau zu verbringen. Der Tourismusverband Ostbayern will die Region am „Grünen Dach Europas“ zu Deutschlands Kinderland Nummer 1 machen. Ob ein Naturhochseilpark tief im Bayerischen Wald, exklusive Urlauber-Bauernhöfe mit echtem Stallgeruch, ob mittelalterliche Ritterspiele oder gruselige Gespensterburgen – mehr als tausend, zum Teil völlig neue Freizeiterlebnisse sollen in diesem Sommer die Ferien in Niederbayern zum einzigartigen Abenteuer machen.

Niederbayern will beweisen, dass Familienurlaub auch abseits der ganz großen Städte Spaß machen kann. Die Touristik-Verantwortlichen haben begonnen, den Bayerischen Wald zu einem großen Abenteuerspielplatz für die ganze Familie zu machen. Besonders im Trend: der Urlaub auf dem Bauernhof: In mehr als hundert niederbayerischen Ställen können Kinder in diesem Sommer beim Ausmisten helfen, Enten und Hühner scheuchen, zum ersten Mal eine Kuh melken, Insektenhotels und Baumhäuser bauen.

Im Nationalpark Bayerischer Wald gehen die Jüngsten auf abenteuerlichen Naturpfaden auf Entdeckungsreise durch Flora und Fauna. Kinder können in einem großen Tierfreigelände Fischottern, Luchsen und Wölfen bis auf wenige Meter nahe kommen, Steinzeithöhlen erkunden und den Tag mitten in der Natur mit einem Lagerfeuer an der Feuerstelle beschließen.

Punkten will der Bayerische Wald insbesondere mit Freizeit- und Erlebnisangeboten in der Natur: „Im Naturhochseilpark Schönberg (Landkreis Freyung-Grafenau), in der Sommerrodelbahn am Silberberg in Bodenmais (Landkreis Regen), in der Westernstadt Pullman City in Eging am See (Landkreis Passau) und bei einer 3D-Wildnisreise im Haus zur Wildnis bei Bayerisch Eisenstein (Landkreis Cham) sind unvergessliche Ferienerlebnisse garantiert“, verspricht Ulrike Eberl-Walter vom Tourismusverband Ostbayern.

Auf Regen und Naab können in großen Familienkanus Eltern mit ihren Kindern auf große Bootstour gehen. In vielen anderen Freizeit- und Seeparks, einem exklusiven Glasdorf, Erlebnisbädern, bei Burgfestspielen und Museen sind die Themen Spannung, Spaß und Abenteuer für die ganze Familie auf den ersten Seiten der bunten Prospekte zu finden. Mit einem eigenen Internetauftritt
(www.kinderland-bayerischer-wald.de) will der Verband dem Thema zusätzlichen Rückenwind geben.

Auch immer mehr Gastwirte und Hoteliers in der Region entdecken die Familien als neue Zielgruppe, so wie Ulrich Brandl, der Inhaber des Baby- und Kleinkinder-Ressorts Ulrichshof in Zettisch im Landkreis Cham. Er eröffnet in dieser Saison Deutschlands erstes „Kinder-Bio-Hotel“, wo nicht nur die Zimmer kindgerecht sind, sondern auch die Ernährung aus biologischem Anbau kommt. „Wir legen viel Wert auf Umweltschutz, das beginnt bei der Baustoffwahl, der geplanten Umstellung auf regenerative Energien und eben auch beim kulinarischen Angebot“, sagt Brandl. 2002 bekam sein Hotel das Umweltsiegel in Gold, mit den neuen Bio-Siegel will der umtriebige Hotelier jetzt ganz hoch hinaus: „Wir wollen das beste Familienferien-Ressort in Europa werden.“

Der Anfang ist gemacht: Mit einem eigenen Felsenerlebnisbad, einer Riesenwasserrutsche, Autoscooter, Bungee-Großtrampolin, eigenem Streichelzoo, Reitstall und Abenteuerspielplatz, speziellen Wellness-Programmen für die ganze Familie und einem siebenköpfigen Team pädagogisch geschulter Kinderbetreuer hat sich der Ulrichshof fünf „Bärchen“ auf der Bewertungsskala des Tourismusverbandes geholt.

Die Bärchen sind die Michelin-Sterne Niederbayerns: Hotels, die einen Katalog von mehr als 50 Kriterien erfüllen, dürfen sich mit drei, vier oder fünf Sternen schmücken. Die Liste der Muss-Kriterien beginnt beim Schlafzimmer mit Mückenschutz und endet bei „Anti-Rutschmaßnahmen“ im Badezimmer. Mehr als hundert Hotelbetriebe und Pensionen haben sich inzwischen zertifizieren lassen. In diesem Jahr sollen nach Angaben des Tourismusverbands weitere hinzukommen.



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