16.06.2008
Safari-Feeling im Bayerischen Wald
Raubtiere aus nächster Nähe erleben: Im Haus zur Wildnis im Bayerischen Wald können Besucher auf Entdeckungsreise durch das neue „bayerische Urwaldparadies“ gehen
Ludwigsthal (obx) – Hinter einem Baum lugt ein Luchs mit tiefschwarzem Fell hervor, mit dem Fernglas lässt sich ein Rudel Wölfe beobachten und auf einer Lichtung grasen Wildpferde und Ur-Rinder, die Urahnen unserer heutigen Milchkühe: Im Bayerischen Wald kommt seit Neuestem echtes Safari-Feeling auf. Auf dem insgesamt fünf Hektar großen Freigelände des „Hauses zur Wildnis“ in Ludwigsthal im niederbayerischen Landkreis Regen haben die ursprünglichen Bewohner unserer Wälder jenseits von Zoo-Käfigen eine neue Heimat in ihrem natürlichen Lebensraum gefunden. Das „Haus zur Wildnis“ ist die neue Besucherattraktion am „Grünen Dach Europas“. Jeden Tag gehen mehrere hundert kleine und große Entdecker auf Erlebnistour.
Das „Haus zur Wildnis“ mitten im Bayerischen Nationalpark und unweit des „Großen Falkensteins“ dient als Eingangspforte in die (umzäunte) Wildnis: Mit einem Dreiklang aus Natur, Kultur und kulinarischen Köstlichkeiten startet dort die „Safari“ durch die wilde Tierwelt des Bayerschen Waldes. Was den Machern des vor etwa zwei Jahren eröffneten Info-Zentums ganz besonders wichtig war: „Lernen läuft bei uns spielend“, sagt Wolfgang Bäuml, Sachgebietsleiter in der vom Freistaat Bayern betriebenen Einrichtung.
Größte Besucherattraktion neben dem Spaziergang auf dem kinderwagengerechten Rundweg durch den bayerischen „Safari-Park“: die Installation „Wildnis im Verborgenen“ im Haus zur Wildnis selbst. Dort erleben Besucher eine wahre Wald-Erlebniswelt aus der Sicht einer mikroskopisch kleinen Mikrobe und werden zu Zeugen der Evolution. „Man kann beobachten, wie sich das Leben einer Buchenwurzel in 350 Jahren entwickelt“, erklärt Wolfgang Bäuml vom Nationalpark Bayerischer Wald. „So können die Besucher die Natur live erleben und in die Haut eines Tieres schlüpfen.“
Besonders bei Familien beliebt und spannend wie in einem Abenteuerfilm ist die Steinzeithöhle im Tier-Freigelände. Dort können Besucher in Informationsfilmen lernen, was sie schon immer einmal über die Vergangenheit unserer Natur wissen wollten. Immer mehr Touristen werden rund um das Haus zur Wildnis seit Neuestem zu „Wanderer durch Raum und Zeit“. Eine Kamera und die entsprechende Ausstattung macht die Wanderer zu Elchen und Rehen, die alle 20 Minuten ein Bild an das Info-Zentrum senden.
Mehr Informationen: www.nationalpark-bayerischer-wald.de






