21.02.2008
Weltneuheit aus Niederbayern: Das "unkaputtbare" Weinglas
Über 3.000 Hotels in der ganzen Welt sezen bereits auf eine neue, weltweit einzigartige Glassorte des Herstellers Zwiesel Kristallglas aus Niederbayern, die Gläser kratz- und bruchsicher macht.
Zwiesel (obx) – Die Rezeptur ist streng geheim, das Ergebnis lässt weltweit aufhorchen: Weingläser bekommen in der Spülmaschine keine Kratzer mehr und gehen beim Herunterfallen in den allermeisten Fällen nicht mehr kaputt. Die niederbayerische Zwiesel Kristallglas AG, der Weltmarktführer für Kristallglas in der internationalen Spitzengastronomie, hat ein weltweit einzigartiges Spezial-Herstellungsverfahren und eine spezielle Rohstoff-Zusammensetzung entwickelt, mit denen Gläser bruchsicher und kratzfest werden. 3.000 Restaurants und Hotels aus der ganzen Welt haben die Weingläser, Champagnerflöten und Biertulpen aus Zwiesel – rund 50 Kilometer nördlich von Passau gelegen – bereits geordert.
Der Siegeszug des neuen kratzfesten und bruchsicheren Kristallglases aus Niederbayern scheint kaum mehr aufzuhalten. Jeden Tag gehen bei den Glasspezialisten in der niederbayerischen Traditions-Glasstadt Zwiesel Bestellungen aus aller Welt ein. Und auch immer mehr Privatleute wüssten die neue Glassorte zu schätzen, sagt Nadine Windorfer, die Sprecherin der Zwiesel Kristallglas AG.
Auf der Internetseite des Unternehmens sehen die Besteller aus aller Welt auf den ersten Klick, was das neue niederbayerische Produkt von herkömmlichen Gläsern unterscheidet: Der renommierte Hersteller hat seine Gläser einem nicht allzu zimperlichen Crash-Test unterzogen: der Fall aus 30 Zentimetern Höhe, ein Pendel, das auf das Glas einschlägt, ein Biege- und ein Elastizitätstest: Alle vier Hürden hat das neue Kristallglas mit Bravour genommen. Die Videos dieses Härtetests hat das Unternehmen als stolzen Beweis auf die Internetseite gestellt.
Welche chemischen und technischen Kniffe die neue Produktlinie so stabil und widerstandsfähig gegen Spülmaschinen und Ungeschicklichkeiten machen, verrät das Unternehmen jedoch nicht. „Veränderte Rohstoffe, ein neuartiges Herstellungsverfahren, automatisierte Material- und Gemengezuführungen und eine computergestützte Prozessüberwachung“ seien die Garanten dieser inzwischen weltweit patentierten Innovation, sagt die Pressesprecherin nebulös und schiebt nach: „Genauer wollen wir uns dazu nicht äußern.“
Diese Zurückhaltung scheint verständlich: Denn auch dank der neuen, bisher konkurrenzlosen Glas-Technologie von Schott Zwiesel hat die Zwiesel Kristallglas AG es in den vergangenen Jahren geschafft, ihre Position als Weltmarktführer für Kristallgläser in Spitzenhotels und Top-Restaurants in heute über 120 Ländern zu behaupten. Zusätzlich gehören zum Traditionsunternehmen eine „Gourmet Collection“ unter dem Namen „Zwiesel 1872“ und die Produktgruppe „Jenaer Glas“ – seit Jahrzehnten Inbegriff für hitzebeständiges Glas für Küche und Backofen.
Der Glashersteller Zwiesel setzt auch für die Zukunft auf sein Image als Innovations- und Technologieführer für das „Glas von morgen“. Die langjährige Erfahrung aus 130 Jahren Glas-Kompetenz, das große Know-how vor Ort und ein hohes Maß an Kreativität haben dem Unternehmen auch geholfen, die schwierigen Momente in den neunziger Jahren und Anfang dieses Jahrzehnts durchzustehen, als Zwiesel mit eher düsteren Geschäftsaussichten Schlagzeilen machte.
Jetzt hat die Zwiesel Kristallglas AG zurück in die Erfolgsspur gefunden: 2006 erhielt das niederbayerische Traditionshaus den Preis als „Turnarounder des Jahres“, im vergangenen Jahr schafften es die Glasspezialisten in die Top 100 der innovativsten deutschen Unternehmen und ins Finale beim „Großen Preis des Mittelstandes“. Am Produktionsstandort in Zwiesel und in den Auslandsniederlassungen beschäftigt der Glashersteller derzeit rund 750 Mitarbeiter, die zuletzt einen Jahresumsatz von rund 70 Millionen Euro erwirtschaften.






