Ein Passauer Bier auf dem europäischen "Bierolymp"

Passauer „Urtyp hell“ begeistert Juroren aus der ganzen Welt und siegt beim bedeutendsten internationalen Bier-Qualitätswettbewerb in der Königsdisziplin. Europas bestes Bier kommt aus Niederbayern: Die Passauer Löwenbrauerei holte jetzt beim weltweit bedeutendsten Bier-Qualitätswettbewerb, dem European Beer Star Award, die Goldmedaille in der Königsdisziplin „Europäisches Helles/Lager“. In dem Geschmackstest setzten sich die Passauer Braumeister mit ihrem Gerstensaft gegen Konkurrenten aus 35 Ländern durch. Die 78-köpfige, international besetzte Jury lobte besonders den unverfälschten, charaktervollen und vollmundigen Geschmack des niederbayerischen Spitzenbiers der Sorte „Urtyp hell“. Für Brauereidirektor Georg Reichert ist das hohe Lob der Experten eine Bestätigung seiner Arbeit und eine Auszeichnung für die Leidenschaft und das Herzblut, mit der die drei Braumeister und seine gesamte Betriebsmannschaft jeden Tag ihre Arbeit machen.

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Der European Beer Star Award gilt in der Branche als bedeutendster Qualitätsmaßstab für den strohgelben Gerstensaft: Mehr als 800 Biere aus 36 Ländern – von Australien bis hin zu Panama und Weißrussland – bewarben sich um die Gold-, Silber- und Bronzemedaillen. In einer Blindverkostung bewerteten die Juroren Kriterien wie die harmonisch-bittere Note und den angenehm-vollmundigen Geschmack. Ausgeschrieben wird der Wettbewerb jährlich gemeinsam von der Vereinigung der kleinen und unabhängigen Brauereien in Europa (SIB), vom Verband Private Brauereien Deutschland und vom Verband Private Brauereien Bayern.
 
Einen automatischen Heimvorteil für deutsche Biere gibt es trotzdem nicht, wie die diesjährigen Ergebnisse in anderen Kategorien zeigen: In der Kategorie „Schwarzbier nach deutscher Tradition“ schaffte es überraschenderweise ein brasilianisches Dunkel ganz oben auf das Siegertreppchen, auch Biere aus den USA, aus Panama, Großbritannien und Japan holten Medaillen. In zahlreichen anderen Kategorien machten die Teilnehmer eines Landes den Sieg unter sich aus – beispielsweise bei der Suche nach den besten Bieren in böhmischer oder belgischer Tradition. Die Sparte „Helles/Lager nach europäischer Braukunst“ allerdings gilt unter Kennern als Königsdisziplin im Wettbewerb. Auf den „Bierbrauerolymp“ schaffte es die Passauer Löwenbrauerei vor einem Bier der Schlossbrauerei Autenried und dem belgischen Maes Pils.
 
Die Passauer Löwenbrauerei, 1874 gegründet, beschäftigt heute am Stammsitz in Passau und in zwei Zweigniederlassungen in Regensburg und im oberbayerischen Winhöring rund 70 Mitarbeiter. Das Traditionsunternehmen setzt – im Gegensatz zu den großen deutschen Brauereiriesen – insbesondere auf den regionalen Markt: „In erster Linie geht es uns nicht um Masse und Schnelligkeit, sondern allein um Qualität und Güte“, sagt Brauereidirektor Georg Reichart, der gleichzeitig Vorstand der Löwenbräu Aktiengesellschaft ist. Sein Ziel für die Zukunft: „Die strategische Ausrichtung erfolgt in Richtung einer kompetenten lokalen Brauerei, die sich auszeichnet durch eine starke Bindung zu ihren Kunden und sich ihrer Heimat und deren Tradition verpflichtet fühlt.“ Aktuell können auf den Produktionsanlagen in Passau rund 40.000 Flaschen Bier pro Stunde abgefüllt werden.