Gesundheitsregion Niederbayern

Der Regierungsbezirk Niederbayern ist eine aufstrebende Gesundheitsregion. Besonders hervor zu heben sind die modernen Einrichtungen zur ambulanten und stationären Versorgung sowie zur medizinischen Rehabilitation.
Mit einer zunehmenden Vernetzung unterschiedlicher Angebote und der Schaffung integrierter Versorgungsangebote stellen sich die ansässigen Gesundheitsdienstleister den Herausforderungen des Strukturwandels im Gesundheitswesen. Sie sichern dadurch eine innovative medizinische Versorgung, die durch ausgezeichnete Qualität, besten Service und hoher Leistungsfähigkeit überzeugt.

Akuttherapie, Reha

Die 36 niederbayerischen Krankenhäuser mit insgesamt ca. 7.200 Betten bieten ein differenziertes medizinisches Versorgungsangebot; 20 Häuser der Versorgungsstufen I und II stellen eine flächendeckende Grundversorgung im gesamten Regierungsbezirk sicher; 4 Schwerpunktkliniken der Versorgungsstufe III halten eine umfassende Hochleistungsmedizin vor. Beispiele dafür sind:

Das Klinikum Deggendorf ist Standort der einzigen neurochirurgischen Fachabteilung im Regierungsbezirk. Diese ist nach dem neuesten Stand der medizinischen Technik ausgerüstet und verfügt z.B. über Navigationssysteme zur Computer assistierten Chirurgie im Bereich des Gehirns und der Wirbelsäule.

Mit der herzchirurgischen Abteilung am Klinikum Passau, Lehrkrankenhaus der TU München, verfügt der Regierungsbezirk über eine moderne Spezialeinheit, in der alle Operationen von angeborenen und erworbenen Herzerkrankungen im Erwachsenenalter durchgeführt werden können. Ein Schmerzzentrum bietet qualifizierte und interdisziplinäre Hilfe für Patienten, die unter chronischen Schmerzen leiden.

An den hochmodernen strahlentherapeutischen Abteilungen der Kliniken Landshut und Passau erhalten Krebspatienten die bestmögliche Therapie.

In enger Zusammenarbeit der Geburtshilfestationen der Krankenhäuser mit den Kinderkliniken werden in den Perinatalzentren in Landshut und Passau werdende Mütter mit Risikoschwangerschaften und Risiko-Neugeborene hoch qualifiziert und interdisziplinär betreut.

Zur Optimierung der Behandlung von Patienten mit Schlaganfall arbeiten mehrere niederbayerische Kliniken am Projekt TEMPIS mit; hierbei sind die teilnehmenden Häuser unter Einbeziehung moderner Informationstechnologie mit den Schlaganfallzentren der Klinik München-Harlaching und der Universitätsklinik Regensburg vernetzt. Den Patienten steht damit vor Ort das gebündelte Wissen anerkannter Experten unmittelbar zur Verfügung. Das Klinikum Passau verfügt zudem über eine überregionale Spezialstation zur Schlaganfallversorgung, eine sog. „Stroke unit“.

Die Brustzentren an den Kliniken Landshut, Eggenfelden und Deggendorf bieten mit ihren Spezialeinheiten zur Behandlung von Brustkrebs, in denen Experten verschiedener Disziplinen unter einem Dach zusammenarbeiten, die besten Voraussetzungen, betroffene Frauen optimal zu behandeln und deren Heilungschancen und Lebensqualität zu erhöhen.

Die hervorragende stationäre pädiatrische Versorgung im Regierungsbezirk stellen die Kinderkliniken in Landshut und Passau sowie die Kinderabteilung (mit 60 Betten) des Klinikums Deggendorf sicher. Alle 3 Häuser verfügen über neonatologische Intensivbehandlungsplätze und führen den Neugeborenen-Notarztdienst durch.
Den Kinderkliniken Landshut und Passau sind sozialpädiatrische Zentren angegliedert, die im ambulanten Bereich eine hoch qualifizierte Betreuung von Kindern mit vielfältigen chronischen Erkrankungen anbieten.

An den Bezirkskliniken in Mainkofen, Landshut und Passau werden in einem abgestimmten Versorgungskonzept Patienten der Fachgebiete Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Forensische Psychiatrie, Neurologie und Neurologische Rehabilitation behandelt.
Das Bezirkskrankenhaus Mainkofen verfügt über ein modernes und großzügig ausgestattetes Therapiezentrum mit verschiedensten Angeboten, u.a. auch Kunst- und Musiktherapie. Im dortigen Zentrum zur neurologischen Frührehabilitation kümmert sich ein Team verschiedenster, bestens qualifizierter Fachspezialisten um Patienten mit schweren Schädelhirnverletzungen. Das dabei zu Anwendung kommende ganzheitliche Konzept soll helfen, wieder eine selbstständige Lebensführung zu ermöglichen.

Die 11 Fachkrankenhäuser im Regierungsbezirk Niederbayern bieten ein spezialisiertes und spezifisches medizinisches Angebot mit hervorragender Qualität an. Beispiele dafür sind:
Die Schlossklinik Rottenburg wurde als erste Fachklinik für geriatrische Rehabilitation in Bayern anerkannt und bereits 2 x mit dem Bayer. Klinikförderpreis ausgezeichnet.
Die Orthopädische Klinik der Universität Regensburg im Bayerische Rheuma- und Orthopädiezentrum in Bad Abbach garantiert eine Versorgung auf universitärem Spitzenniveau und bietet ebenso hoch qualifizierte medizinische Behandlung im Bereich Rheumatologie.
Mit der Fachklinik für Amputationsmedizin in Osterhofen verfügt der Regierungsbezirk in Niederbayern über ein hoch spezialisiertes und im Bundesgebiet einzigartiges Behandlungszentrum für arm- und beinamputierte Menschen. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und ein ganzheitlicher Ansatz bieten eine bestmögliche Versorgung für diese Patientengruppe.
Das Krankenhaus für Ganzheitsmedizin und die Inntalklinik in Simbach a. Inn stellen ein Versorgungszentrum im Bereich der Psychosomatik für Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet dar; beide Kliniken decken mit mehr als 200 Betten und unterschiedlichsten Therapieverfahren das gesamte Spektrum der psychosomatischen Medizin ab.

Im Regierungsbezirk Niederbayern und hier insbesondere in den Kurorten haben auch zahlreiche Rehabilitationskliniken mit verschiedenen Fachabteilungen, u.a. für Orthopädie, Neurologie und Innere Medizin aus, ihren Standort.
Diese sind durchwegs sehr gut ausgestattet und leisten moderne Rehabilitations-medizin. Besonders hervor zu heben ist in diesem Zusammenhang die Spezialklinik für Neurologische und Neuropsychologische Rehabilitation in Mainkofen, die Patienten mit Hirnverletzungen und deren verschiedenartigen Folgen mittels spezieller Therapieprogramme begleitet.

Institut für Gesundheitsmanagement und Evidence-based IT

Die ständig wachsende Forderung nach Effizienz und Qualität in unserem Gesundheitswesen führt dazu, dass immer mehr Prozesse von der Informationstechnologie (IT) geprägt werden. Ein Krankenhaus oder eine Arztpraxis ist ein komplexes System, in dem unterschiedliche Berufsgruppen, Patienten Angehörige, Krankenkassen, Gesetzgeber, Informationen austauschen. Diese gewonnenen Informationen werden oft an mehreren Stellen gleichzeitig erhoben und gespeichert, was mitunter zu Fehlern, den bekannten „Schnittstellenproblemen“, führt. Daten über den Behandlungsverlauf und Abrechnungsdaten werden aufgrund der weiter steigenden Dokumentationsdichte von den Behandelnden (Arzt, Krankenhaus, Therapeut, usw.) in jeweils eigenen IT-Systemen gespeichert. Neben der ökonomischen Problematik bedeutet dies für die Patienten oftmals eine Belastung aufgrund von Mehrfachuntersuchungen. Neben den bekannten Problemen der Datenredundanz und der damit verbundenen Gefahr der Dateninkonsistenz wird die Steuerung des Systems „Krankenhaus“ oder „Praxis“ schwierig handhabbar. Die aktuelle Diskussion über die Kosten und die Qualität unseres Gesundheitssystems macht dies deutlich.

Für die Verantwortlichen im Gesundheitswesen ist somit ein gut funktionierendes Controlling, eine verlässliche IT-Infrastruktur und gute IT-Durchdringung in den verschiedenen Bereichen von großer Bedeutung. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Prozesse und Vorgaben in unserem Gesundheitssystem ändern, ist ohne ein klares und gut strukturiertes IT-Management nicht mehr beherrschbar. Aufgrund der Langzeitwirkung des IT-Einsatzes ist jedoch für eine Organisation im Gesundheitswesen ein multidisziplinärer Nutzen schwierig feststellbar und messbar.

Ziel des Instituts für Gesundheitsmanagement ist es, die Qualität, die Relevanz und die Aktualität von IT-basierten Prozessen in Organisationen des Gesundheitswesens mittels der Methodik der Evidence-based Medcine zu unterstützen. Dazu gehört der Aufbau und der Betrieb strategischer Informationssysteme, wie z.B. Krankenhaus-informationssysteme, oder Praxissysteme, sowie die Bewertung der eingesetzten Verfahren. Dies ist immer mit dem Ziel verbunden, valide und relevante Informationen unter Beachtung des Datenschutzes zu gewinnen. Ein weiteres Ziel des Instituts für Gesundheitsmanagement besteht in der Unterstützung bei der Organisationsentwicklung des IT-Bereichs im Gesundheitswesen. Hierzu zählen Lösungen, wie z.B. die konsequente Umsetzung eines Prozesskonzepts, der Aufbau von Wissensmanagement-Systemen in Verbindung mit User-Help-Desks und Aufbau eines IT-Controllings.

Bei der Bewertung von erbrachten Leistungen unseres Gesundheitssystems sind wir auf valide Informationen angewiesen. Wir kennen zwar die Kosten unseres Gesundheitssystems aber sehr selten den Wert von bestimmten Leistungen. Dazu ist eine stärkere Einbindung des Patienten erforderlich. Das IGM erarbeitet mit den Kunden gemeinsam Strategien zur Gewinnung dieser Informationen aus den bereits vielfach vorhandenen Datenquellen und liefert Lösungskompetenz für den IT-Einsatz in den Bereichen des Gesundheitswesens.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. Horst Kunhardt
FH Deggendorf
horst.kunhardt(at)baytech.de
www.igm.baytech.de

MBA – STUDIENGANG „GESUNDHEITSMANAGEMENT“

Das Gesundheitswesen befindet sich in einer Phase dynamischer Veränderung in struktureller, finanzieller und institutioneller Hinsicht. Bis vor kurzem waren beispielsweise Krankenhäuser mehr behördlich als betriebswirtschaftlich geführt. Wettbewerb war eher nicht gegeben, Patienten- oder Kundenorientierung vielmehr ein Fremdwort.
Was in anderen Ländern, wie z.B. den USA oder Schweden, schon vollzogen ist, wurde in Deutschland erst vor wenigen Jahren eingeleitet: Insbesondere Krankenhäuser werden zukünftig kaufmännisch auf dem Prüfstand stehen und dem Markt ausgesetzt sein. Patienten wählen z.B. ein Krankenhaus oder eine Apotheke zunehmend auch unter qualitativen Gesichtspunkten aus. Nicht zuletzt durch den Gesetzgeber stehen Einrichtungen des Gesundheitswesens vor der Verpflichtung, Qualitätsmanagement einzuführen, um wettbewerbsfähig zu werden und zu bleiben.
Diese Veränderungen stellen die Mitarbeiter und insbesondere die Führungskräfte in den Einrichtungen des Gesundheitswesens vor neue Herausforderungen. Es vollzieht sich ein Paradigmenwechsel, der mit reinem Fach- und Methodenwissen kaum zu bewältigen ist. Im Gegenteil – zu den üblicherweise propagierten Bereichen „Ärzte“ und „Verwaltung“ kommen heute die Bereiche „Pflege“ und „Therapie“ sowie die Frage nach der Patientenzufriedenheit hinzu. Die Führungskräfte im Gesundheitswesen sind aufgefordert, diese Bereiche Ergebnis orientiert zu führen und Erfolg versprechende Entscheidungen zu treffen.

Dazu bedarf es eines Managementwissens, das auf die Bedürfnisse des Gesundheitswesens zugeschnitten ist. Kurz: Gesundheitsmanagement.

Ein umfassender Überblick über die Managementfunktionen eines Unternehmens bzw. einer Einrichtung lässt sich jedoch in der beruflichen Praxis neben dem operativen Tagesgeschäft nur schwer erreichen. Der Weiterbildungsstudiengang „Gesundheitsmanagement“ (MBA) der Fachhochschule Deggendorf eröffnet den Teilnehmern die Möglichkeit, das Tagesgeschäft weiter zu verfolgen und mit einer systematischen Qualifizierung in einem überschaubaren Zeitraum von 20 Monaten hinweg zu verknüpfen.

Die Fachhochschule Deggendorf hat sich durch eine ausgezeichnete praxisnahe und theoretisch-konzeptionell fundierte Ausbildung der Studierenden regional und überregional einen sehr guten Namen geschaffen. Die Hochschule versteht sich auf innovative Art und Weise als Mittler zwischen Theorie und Praxis.
Mit dem Studiengang „Gesundheitsmanagement“ bietet die Hochschule ein überregionales Weiterbildungsangebot für die High Potentials von Trägern, Einrichtungen und Organisation des Gesundheitswesens an.
www.th-deg.de